«Die besten Kandidatinnen und Kandidaten suchen gar keinen Job.»
Diesen Satz hört man im Recruiting häufig.
Ganz stimmt er aus unserer Sicht nicht.
Viele gute Fachkräfte suchen vielleicht nicht aktiv nach einer neuen Stelle. Das bedeutet aber nicht, dass sie grundsätzlich nicht offen für eine interessante Möglichkeit sind.
Und genau hier beginnt gutes Active Sourcing.
Nicht aktiv suchend bedeutet nicht uninteressiert
Wer mit seiner aktuellen Situation zufrieden ist, besucht vielleicht keine Stellenportale und verschickt keine Bewerbungen.
Trotzdem können sich berufliche Prioritäten verändern.
Eine spannendere Aufgabe, mehr Verantwortung, eine andere Unternehmenskultur, bessere Entwicklungsmöglichkeiten oder ein interessantes Team können Gründe sein, sich zumindest auf ein Gespräch einzulassen.
Die Herausforderung für Unternehmen besteht darin, diese Menschen überhaupt zu erreichen.
Ein Stelleninserat alleine reicht dafür häufig nicht.
Active Sourcing ist mehr als eine LinkedIn-Nachricht
Active Sourcing wird teilweise darauf reduziert, möglichst viele potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten direkt anzuschreiben.
Technisch ist das einfach.
Gutes Active Sourcing beginnt aber früher.
Wer jemanden kontaktiert, sollte verstehen, weshalb gerade diese Person interessant sein könnte und weshalb die Position für sie relevant sein könnte.
Eine persönliche Ansprache unterscheidet sich deshalb fundamental von einer standardisierten Nachricht, die an hundert Profile verschickt wird.
Es geht nicht darum, Menschen möglichst schnell zu einer Bewerbung zu bewegen.
Es geht zunächst darum, ein relevantes Gespräch zu ermöglichen.
Beziehungen entstehen nicht erst bei einer Vakanz
Hier liegt für uns einer der grössten Unterschiede zwischen kurzfristigem und nachhaltigem Recruiting.
Viele Unternehmen bauen erst dann Kontakte zu Talenten auf, wenn eine konkrete Stelle besetzt werden muss.
Dann ist der zeitliche Druck bereits vorhanden.
Wer dagegen kontinuierlich Beziehungen zu relevanten Fachkräften aufbaut, entwickelt mit der Zeit ein Netzwerk und einen Talent Pool.
Vielleicht passt eine Person heute nicht zu einer offenen Position.
In sechs Monaten kann das anders aussehen.
Vielleicht ist heute auch schlicht der falsche Zeitpunkt für einen Wechsel.
Eine gute Beziehung bleibt trotzdem wertvoll.
Gerade im Schweizer IT-Recruiting zählt Vertrauen
Der Schweizer IT-Arbeitsmarkt ist vergleichsweise überschaubar. Gute Fachkräfte werden regelmässig von Recruitern angesprochen.
Dadurch wird nicht die Anzahl Nachrichten zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil, sondern deren Qualität.
Versteht die Person meine Situation?
Ist die Position wirklich relevant?
Bekomme ich transparente Informationen?
Wird meine Zeit respektiert?
Bleibt der Kontakt auch bestehen, wenn daraus heute keine Bewerbung entsteht?
Diese Erfahrungen prägen die Wahrnehmung eines Arbeitgebers und eines Recruiting-Partners.
Recruiting sollte Beziehungen aufbauen, nicht Kontakte verbrauchen
Active Sourcing kann kurzfristig eine offene Position besetzen.
Richtig eingesetzt kann es aber wesentlich mehr.
Jedes gute Gespräch erweitert das Verständnis für den Markt. Jeder relevante Kontakt kann Teil eines langfristigen Netzwerks werden. Jede positive Candidate Experience stärkt die Arbeitgebermarke.
Deshalb verstehen wir Active Sourcing bei arqeta nicht als möglichst grosse Anzahl versendeter Nachrichten.
Wir wollen Beziehungen zu Menschen aufbauen, bevor eine Vakanz daraus einen dringenden Prozess macht.
Denn die richtige Kandidatin oder der richtige Kandidat sucht vielleicht gerade keinen Job.
Für das richtige Gespräch sind viele Menschen trotzdem offen.
