Fehlbesetzungen im Recruiting: Warum Qualität wichtiger ist als Geschwindigkeit

Wie erfolgreich ist Recruiting?

Eine häufig verwendete Kennzahl ist die Time-to-Hire: Wie lange dauert es von der Suche bis zur Besetzung einer Stelle?

Das ist eine wichtige Kennzahl. Aber sie erzählt nur einen kleinen Teil der Geschichte.

Denn die teuerste Fehlbesetzung erkennt man häufig erst Monate später.

Eine schnelle Einstellung ist noch keine gute Einstellung

Wenn eine schwer zu besetzende Position nach wenigen Wochen besetzt wird, sieht das zunächst nach erfolgreichem Recruiting aus.

Was passiert aber, wenn die neue Person nach sechs Monaten wieder geht?

Oder fachlich überzeugt, aber dauerhaft nicht zum Team passt?

Dann entstehen Kosten, die in der ursprünglichen Recruiting-Kennzahl kaum sichtbar sind.

Die Suche beginnt erneut. Führungskräfte investieren nochmals Zeit. Kolleginnen und Kollegen übernehmen zusätzliche Arbeit. Wissen geht verloren. Projekte verzögern sich möglicherweise.

Vor allem aber kann eine Fehlbesetzung Auswirkungen auf das gesamte Team haben.

Recruiting-Erfolg zeigt sich langfristig

Deshalb sollten Unternehmen Recruiting nicht ausschliesslich daran messen, wie schnell eine Stelle besetzt wurde.

Spannender sind Fragen wie:

Ist die Person nach zwölf Monaten noch im Unternehmen?

Hat sie sich erfolgreich in das Team integriert?

Erfüllt die Zusammenarbeit die Erwartungen auf beiden Seiten?

Würde der Hiring Manager diese Person wieder einstellen?

Entwickelt sich die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter innerhalb des Unternehmens weiter?

Solche Fragen sind schwieriger zu messen als eine Time-to-Hire. Sie kommen dem tatsächlichen Wert von Recruiting aber wesentlich näher.

Geschwindigkeit bleibt wichtig

Das bedeutet nicht, dass Recruiting langsam sein sollte.

Gerade gute Kandidatinnen und Kandidaten erwarten klare Prozesse, schnelle Rückmeldungen und verbindliche Entscheidungen.

Ein unnötig langer Recruitingprozess kann Unternehmen genauso gute Talente kosten.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:

Geschwindigkeit oder Qualität?

Sondern:

Wie schaffen wir einen effizienten Prozess, ohne die Qualität der Entscheidung zu opfern?

Dafür braucht es vor der Suche Klarheit über die Rolle, realistische Anforderungen, ein gemeinsames Verständnis der Unternehmenskultur und einen strukturierten Auswahlprozess.

Die wichtigste Recruiting-Kennzahl gibt es vielleicht nicht

Kein einzelner KPI kann vollständig abbilden, ob Recruiting erfolgreich ist.

Time-to-Hire, Cost-per-Hire, Retention und Qualität der Einstellung betrachten unterschiedliche Aspekte.

Deshalb lohnt es sich, Recruiting nicht nur bis zur Vertragsunterschrift zu messen.

Bei arqeta interessiert uns nicht nur, ob eine Position besetzt wurde.

Uns interessiert, ob Unternehmen und Talente langfristig erfolgreich miteinander arbeiten können.

Denn eine Stelle schnell zu besetzen ist ein gutes operatives Ergebnis.

Die richtige Person zu finden, ist das eigentliche Ziel.

Gute Besetzungen müssen langfristig funktionieren

Recruiting sollte deshalb nicht nur die Frage beantworten:

Kann diese Person den Job machen?

Sondern auch:

Kann und möchte diese Person unter den tatsächlichen Bedingungen dieses Unternehmens langfristig erfolgreich sein?

Gerade bei schwer zu besetzenden IT-Positionen ist die Versuchung gross, bei einem fachlich starken Profil möglichst schnell zuzugreifen.

Doch eine schnelle Besetzung hilft wenig, wenn einige Monate später deutlich wird, dass Erwartungen, Arbeitsweise oder Unternehmenskultur nicht zusammenpassen.

Bei arqeta betrachten wir Recruiting deshalb nicht als reinen Abgleich von Lebensläufen und Stellenprofilen. Fachliche Qualifikation ist wichtig. Genauso wichtig ist aber zu verstehen, welches Unternehmen und welcher Mensch langfristig zueinander passen.

Denn die beste Besetzung ist nicht zwingend der beeindruckendste Lebenslauf.

Es ist die Person, mit der ein Unternehmen gemeinsam wachsen kann.