Die Kandidatin hat zugesagt. Der Vertrag ist unterschrieben. Die Stelle ist besetzt.
Recruiting erfolgreich abgeschlossen?
Auf dem Papier vielleicht.
In der Realität beginnt jetzt der Teil, der darüber entscheidet, ob die Einstellung tatsächlich erfolgreich war.
Eine Vertragsunterschrift misst keinen langfristigen Erfolg
Viele Recruitingprozesse haben einen klar definierten Endpunkt: die erfolgreiche Besetzung.
Das ist verständlich. Schliesslich bestand die ursprüngliche Aufgabe darin, eine offene Position zu besetzen.
Doch Unternehmen stellen keine Menschen ein, damit sie einen Arbeitsvertrag unterschreiben.
Sie stellen sie ein, damit sie einen langfristigen Beitrag zum Unternehmen leisten.
Ob das gelingt, zeigt sich nicht am Tag der Vertragsunterzeichnung.
Es zeigt sich Wochen, Monate und manchmal erst Jahre später.
Die Candidate Experience endet nicht mit der Zusage
Zwischen Vertragsunterschrift und erstem Arbeitstag können mehrere Wochen oder Monate liegen.
Gerade in dieser Phase sollte der Kontakt nicht plötzlich abbrechen.
Wie wird die neue Mitarbeiterin oder der neue Mitarbeiter willkommen geheissen? Gibt es bereits Kontakt zum zukünftigen Team? Sind die nächsten Schritte klar? Werden Informationen rechtzeitig kommuniziert?
Die Erfahrungen in dieser Phase prägen bereits die Beziehung zum neuen Arbeitgeber.
Ein professioneller Übergang vom Recruiting zum Onboarding ist deshalb wichtiger, als er auf den ersten Blick erscheint.
Recruiting und Onboarding gehören zusammen
Ein gutes Recruiting schafft Erwartungen.
Ein gutes Onboarding muss diese Erwartungen anschliessend erfüllen.
Wenn im Bewerbungsprozess Eigenverantwortung, offene Kommunikation und persönliche Entwicklung versprochen werden, sollte die neue Person diese Kultur auch im Arbeitsalltag erleben.
Sonst entsteht bereits früh eine Lücke zwischen Arbeitgebermarke und Realität.
Employer Branding ist deshalb nicht nur Kommunikation nach aussen.
Die stärkste Arbeitgebermarke entsteht dann, wenn das Versprechen aus dem Recruiting mit der tatsächlichen Erfahrung im Unternehmen übereinstimmt.
Nachhaltiges Recruiting denkt über die einzelne Besetzung hinaus
Eine erfolgreiche Einstellung sollte idealerweise mehrere Jahre Wert schaffen.
Deshalb lohnt es sich, auch nach dem Stellenantritt hinzuschauen.
Wie entwickelt sich die neue Person?
Wie beurteilt der Hiring Manager die Einstellung nach sechs oder zwölf Monaten?
Wo gab es im Recruitingprozess falsche Annahmen?
Was können wir bei der nächsten Suche besser machen?
Genau diese Rückmeldungen machen Recruiting mit jeder Besetzung besser.
Von der Stellenbesetzung zur Recruiting-Infrastruktur
Wer Recruiting nur als Abfolge einzelner Vakanzen betrachtet, verliert viel Wissen zwischen den Suchen.
Kontakte, Markterkenntnisse, Candidate Feedback und Erfahrungen aus erfolgreichen oder weniger erfolgreichen Einstellungen können stattdessen systematisch genutzt werden.
So entsteht mit der Zeit etwas Wertvolleres als eine einzelne erfolgreiche Besetzung:
eine funktionierende Recruiting-Infrastruktur.
Genau deshalb denken wir Recruiting bei arqeta langfristig.
Nicht nur bis zur Vertragsunterschrift.
Nicht nur bis zum ersten Arbeitstag.
Sondern mit dem Ziel, dass aus einer guten Einstellung eine langfristig erfolgreiche Zusammenarbeit entsteht.
Denn am Ende sollte Recruiting nicht daran gemessen werden, wie viele Verträge unterschrieben wurden.
Sondern daran, wie viele dieser Entscheidungen sich langfristig als richtig erwiesen haben.
